Freizeitparks im Test

Ein neues Highlight für Familien und Prater-Fans wechselt den Standort: Das „Alt Wiener Karussell“, ein nostalgisch gestaltetes, doppelstöckiges Fahrgeschäft, wird am Mittwoch, 21. Jänner 2026, in einem spektakulären Hebemanöver vom Gabor-Steiner-Weg auf den Riesenradplatz übersiedelt. Dort wird das Karussell bis Oktober 2026 stehen, bevor es rechtzeitig für den Wintermarkt wieder zurück auf den Gabor-Steiner-Weg gebracht wird.

Das Karussell feierte seine Premiere erstmalig im Rahmen des Wintermarkts am Riesenradplatz und wurde dort bereits erfolgreich bespielt. Mit dem nun geplanten Standortwechsel wird das „Alt Wiener Karussell“ im regulären Praterbetrieb noch stärker in Szene gesetzt: direkt im Herzen des Geschehens am Riesenradplatz.

Kleine Zeitreise für alle: handgemalt, barrierefrei und mit Platz für 104 Personen

Das „Alt Wiener Karussell“ ist ein Doppelstock-Karussell (Baujahr 2025) im Stil von 1900. Gefertigt wurde es von einem renommierten Karussellbauer aus Frankreich in St. Gobain. Das Karussell wiegt 20 Tonnen, misst 12 Meter Bodendurchmesser und ist 10,6 Meter hoch. Gleichzeitig dürfen bis zu 104 Personen mitfahren: 74 Plätze befinden sich auf den insgesamt 46 Figuren. Die Fahrt dauert etwas mehr als drei Minuten und ist für alle ab 2 Jahren freigegeben. Für Personen im Rollstuhl gibt es eine eigene Schwangondel mit separatem Zugang über eine Rampe. Mit seinen sanften auf- und abtanzenden Pferden und interaktiven Figuren wird jede Runde zum kleinen Erlebnis. Liebevoll handgemalte Motive und eine nostalgische Straßenbahn-Kulisse lassen Wien um 1900 aufleben. Im Winter fährt sogar ein Weihnachtsschlitten mit vier Rentieren mit, der im Sommer einer kaiserlichen Kutsche im Vierergespann Platz macht.

Spektakuläres Hebemanöver über die Prater-Eingangsbrücke

Für den saisonalen Standortwechsel ist das Karussell als Sonderanfertigung mit einer Kran-Anhängevorrichtung ausgestattet: Bewegt wird es mit einem LT1200-Kran. Der Kran wird dafür zweimal aufgebaut: Nach dem ersten Hub wird das Karussell vor der Prater-Eingangsbrücke zwischengeparkt, anschließend erfolgt am Riesenradplatz der zweite Hub. Gegen Mittag wird das Karussell am Riesenrad vorbei an seine Sommerposition gehoben. Während der kurzen Hubzeiten werden temporäre Umleitungen eingerichtet.

Das Besondere: Das Karussell wird im zusammengebauten Zustand versetzt. Ein Logistik- und Präzisionsmanöver, das nicht nur technisch beeindruckend ist, sondern auch ein außergewöhnliches Bildmotiv bietet.

Bildquelle: Prater