Freizeitparks im Test

Ein niederländischer Hersteller von Wasserrutschen und Wasserspielplätzen wurde für insolvent erklärt. Das Gericht in Den Haag hat diese Woche die Insolvenz des bekannten Unternehmens Vortex Aquatic Structures aus Zoetermeer verkündet. Vortex entwarf und realisierte Wasserattraktionen für Vergnügungsparks, Schwimmbäder und Freizeitparks.

Das Unternehmen war jahrelang unter dem Namen Watergames & More tätig. Im Jahr 2024 wurde das Unternehmen von der kanadischen Firma Vortex Aquatic Structures International übernommen. Daher wurde in den letzten Jahren der Markenname Vortex verwendet. Nun ist für den Hersteller vorläufig der Vorhang gefallen.

Pierre van Voorst von Hoens & Souren Advocaten wurde zum Insolvenzverwalter bestellt. Die unmittelbare Ursache für die Insolvenz ist unklar, doch kurz vor dem Konkurs geriet das Unternehmen noch einmal in die Schlagzeilen aufgrund von Problemen mit einer Wasserrutsche im Schwimmbad De Watergeus in Zoetermeer.

Dort musste die 100 Meter lange Rutsche „The Challenger“ nach mehreren Vorfällen mit Verletzten stillgelegt werden. Eine erneute Inspektion ergab, dass Nutzer höhere Geschwindigkeiten erreichen können, als wünschenswert ist. Außerdem wurden Risse im letzten Teil der Bahn entdeckt.

Die Zulassungsbescheinigung wurde entzogen. Vortex hat sich damals in den Medien nicht inhaltlich zu dieser Angelegenheit geäußert. Auch rund um die Insolvenz herrscht vorerst Stillschweigen. Über einen möglichen Neustart ist noch nichts bekannt. Der Anbieter war zuvor für Kunden wie Drievliet, Beekse Bergen, Preston Palace, Plaswijckpark und Tropical Islands tätig.

Niederländische Anbieter von Wasserattraktionen haben es in letzter Zeit schwer. Im Jahr 2023 stellte Van Egdom Recreatietechniek aufgrund einer Insolvenz den Betrieb ein, gefolgt von Pooljoy im Jahr 2024. Im selben Jahr ging iSlide in Konkurs, ein auf Rutschbahntechnologie spezialisiertes Unternehmen. Diesem Unternehmen gelang ein Neustart.

Bildquelle: Vortex Aquatic Structures