ℹ️Unsere Kollegin Daniela hat diesen Geburtstag besucht und den Bericht könnt ihr hier nachlesen:ℹ️
Wer Geburtstag hat, möchte sich feiern lassen und diesen besonderen Tag mit vielen Freunden genießen. So auch das Toverland, das in diesem Jahr seinen 25. Geburtstag feiert. Dazu hatte man sich im niederländischen Sevenum etwas ganz Besonderes ausgedacht, um dieses Jubiläum zu einem ganz speziellen Event werden zu lassen: Ganze 25 Stunden sollte der Park geöffnet sein. In der Nacht sollten dann nicht nur die Attraktionen wie Fenix, Troy oder Expedition Zork geöffnet bleiben, sondern auch spezielle Angebote für die Besucher vorbereitet werden. So wurde zum Beispiel ein Frühstücksangebot auf dem Dark Ride Merlin’s Quest angeboten.
Im Vorfeld konnte man sich als „ToverChallenger“ anmelden. Dabei galt es, von Samstagmorgen bis Sonntagmorgen im Park zu bleiben – wer dies schaffte, sollte einen exklusiven Pin erhalten. Das klang spannend, also haben wir uns für die Challenge angemeldet, Tickets geordert und sind Samstagmorgen aufgebrochen, um uns dieser Herausforderung im Toverland zu stellen.
2.000 Menschen hatten sich für die ToverChallenge angemeldet. Offenbar eine Zahl, mit der der Park nicht gerechnet hatte, sodass man die Anmeldungen schon einige Zeit vor der Veranstaltung begrenzen musste. Einige Tage vorher erhielten die Teilnehmer dann alle Informationen, um erfolgreich an dem Event teilnehmen zu können. Ein extra Eingang für die Angemeldeten sorgte schon am Einlass für etwas Entspannung. Nach dem Vorzeigen der erhaltenen Codes für die Challenge erhielt jeder Teilnehmer ein Armbändchen mit einem QR-Code, der zu bestimmten Zeiten an festgelegten Orten gescannt werden sollte.
An diesem Morgen war es schon sehr warm; ein weiterer unschöner Höhepunkt der Hitzewelle war angekündigt. Dennoch tummelten sich zahlreiche Besucher im Eingangsbereich des Parks und freuten sich auf ein besonderes Geburtstagsprogramm. Schon gegen 10 Uhr war es ziemlich heiß, sodass wir uns als Erstes auf der größten Holzachterbahn im BeNeLux-Raum abkühlen wollten: Troy. Bei 90 km/h wirkt der Fahrtwind recht erfrischend und schien ein guter Einstieg in den Tag zu sein. Seit unserem letzten Besuch vor einigen Jahren hat man den Ithaka-Bereich etwas verändert. Toll fand ich den Fotopunkt mit den trojanischen Büsten, die ergänzt wurden, um den Charakter des Themenbereichs zu unterstreichen.
Da es schnell unerträglich heiß wurde, entschieden wir uns, erst einmal in die Hallenbereiche zu gehen, da diese klimatisiert sein sollten. Auf dem Weg dorthin entdeckten wir den Wasserspielplatz „Waku Waku“, der schon früh von vielen kleinen und größeren Besuchern begeistert genutzt wurde. Die sprudelnden Wasserfontänen waren ideal, um sich abzukühlen und zu erfrischen. Patschnass ging es dann weiter in die Hallen, die durch den Wunderwald verbunden sind. Von Abkühlung jedoch keine Spur: Die Klimaanlage kam gegen die extreme Hitze leider nicht an, zudem befanden sich schon zahllose Besucher in den Hallen. Expedition Zork sollte für die nächste Erfrischung sorgen, denn eine Wasserbahn ist bei diesem Wetter genau die richtige Anlaufstelle im Freizeitpark. Natürlich dachten viele Besucher so. Begeistert hat mich die für mich neue Gestaltung des Wartebereichs, obwohl es in dem Expeditionszelt sehr stickig und heiß war.
Die Zeit im Freizeitpark scheint immer wie im Flug zu vergehen. Gegen Mittag war es an der Zeit, dem schnellsten Zauberer der Niederlande einen Besuch abzustatten. Für das Jubiläum gestaltete der Magier eine exklusive Show, die man kostenlos oder mit einem kostenpflichtigen Upgrade besuchen konnte. Nicht nur einmal dachte man sich: „Wie macht der das?“. Angenehm war, dass es im eigens aufgebauten Zirkuszelt relativ kühl war, sodass wir uns am Nachmittag noch einmal entschieden, in die Show zu gehen und uns für rund 30 Minuten zu entspannen.
Gegen Abend wurde es immer voller. Waren die Wartezeiten an beliebten Attraktionen wie Fenix oder Dwervelwind mittags noch human, so wurden sie im Laufe des Sommertages immer länger. Da wir eigentlich geplant hatten, die ToverChallenge durchzuziehen und vor allem die kühleren Abendstunden zu nutzen, gönnten wir uns immer wieder eine Auszeit an den Wasserspielplätzen des Parks. Sehr leid taten uns die Mitarbeiter des Toverlands, die um 18 Uhr für die große Parade bereitstehen mussten. In ihren Kostümen und Masken durch die pralle Sonne zu laufen, war sicher kein Vergnügen.
Vergessen durften wir keinesfalls das Einchecken mit unseren QR-Armbändern, um den Aufenthalt im Park zu erfassen. Dies ging in den Souvenirshops tagsüber noch relativ schnell, obwohl sich schon lange Schlangen vor den Shops gebildet hatten, kurz bevor der Check-in überhaupt möglich war. Hier hatte das Toverland vermutlich nicht mit einem so großen Ansturm gerechnet. Ich fragte mich besorgt, wie das später werden würde, wenn der Check-in nur noch in einem einzigen Souvenirshop möglich sein sollte.
Nach einer nassen Runde Djengu River, bei der man den Wasserfall extra anließ, um die Besucher zu erfrischen, spürten wir langsam, wie die Kräfte schwanden. Das heiße Wetter und die vielen Schritte, die sich auf dem Smartphone ablesen ließen, hinterließen ihre Spuren. Ob wir es schaffen würden, bis um 9 Uhr am nächsten Morgen im Park zu bleiben?

Am Abend ging es in den überdachten Bereichen „Land von Toos“ und dem Wunderwald hoch her. Hier hatte man als besonderes Schmankerl zur Geburtstagsparty ein Oktoberfest angekündigt. Die Band machte super Stimmung und hielt die Besucher bei guter Laune. Dies war in diesem Bereich auch bitter nötig, denn in den beiden größeren Gastrobetrieben des Parks war Geduld gefragt. Wir hatten uns für Burger entschieden und reihten uns in die lange Schlange ein. Es schien, als bewegte sich die Warteschlange über längere Zeit überhaupt nicht, und es dauerte ewig, bis wir endlich den Bestellautomaten erreichten. Meine Tochter hielt einen Platz frei, während ich auf das bestellte Essen wartete. Nur eine einzige Mitarbeiterin war damit beschäftigt, Bestellungen anzunehmen, die bereiteten Menüs mit Getränken auszustatten und das Essen auszugeben. Obwohl die freundliche Dame sichtlich bemüht war, wäre es sinnvoller gewesen, hier weitere Mitarbeiter einzuspannen, damit die Leute nicht bis zu einer Stunde auf ihr Essen warten mussten.
Nach dem Essen planten wir eine entspannte Runde Merlin’s Quest – immerhin sollten einige Attraktionen auch in der Nacht fahren –, doch um 22 Uhr teilte uns der Mitarbeiter leider mit, dass es erst in ein paar Stunden weitergehen sollte. Die Boote fuhren jedoch ohne Besucher einsam ihre Runden. Schade. Dann eben noch eine Runde Fenix. Der Wing Coaster ist wunderschön thematisiert, doch leider nicht klimatisiert. Die stickige Hitze im Wartebereich war kaum zu ertragen. Da die Wartezeiten in der Nacht auf 70 Minuten stiegen, wollten wir uns das nicht noch einmal antun.
Dann lieber wieder zu Troy! Denn bei Dwervelwind, der im Discomodus mit lauter Musik und tollen Lichteffekten lief, war ebenfalls schon eine lange Warteschlange zu sehen. Auf dem Weg nach Ithaka bestaunten wir das schön beleuchtete Magische Valley, das extrem gut besucht war. Hier suchten die Gäste Entspannung und genossen kühle Drinks.
Im Port Laguna, dem Eingangsbereich des Parks, gibt es zwar keine Attraktionen, jedoch ließ man zu später beziehungsweise früher Stunde einen DJ auflegen, der die tanzenden Besucher begeisterte. Zu einer guten Feier gehört auch ein Feuerwerk – da hat sich der Park nicht lumpen lassen und zündete zum 25. Geburtstag ein grandioses Spektakel am Himmel. Andere hatten sich da schon in Ecken zurückgezogen und waren eingeschlafen, obwohl der Park im Vorfeld deutlich kommuniziert hatte, dass Schlafen im Park nicht erwünscht oder erlaubt sei.
Aufgrund des Wetters hatte man das angekündigte Programm ein wenig abgeändert. So konnte man, anstatt beim Lasertag gegen Vampire zu kämpfen, ein interaktives Lasergame auf den Pferden von Ithaka spielen. Wir hatten von der Änderung aber nichts mitbekommen und wunderten uns über die lange Warteschlange an der eigentlichen Kinderattraktion. Wir ließen uns lieber den Fahrtwind auf der Schiffschaukel Scorpios um die Nase wehen. Mit den richtigen Fahrgästen kam hier richtig gute Laune auf. Es war schon ca. 2:30 Uhr, als wir uns erneut bei Troy anstellten.
Plötzlich schlug das Wetter um. Einige Besucher verließen schlagartig den Wartebereich, sodass wir die Lücke nutzen konnten und schon bald die Station erreichten. Als dann die Durchsage kam, dass die Bahn aufgrund schlechter Wetterverhältnisse pausieren müsste, blieben nur wenige in der Station zurück. Mitarbeiter und Gäste sorgten während des plötzlich einsetzenden Unwetters für gute Laune und machten es sich in der Station bequem. Nach einiger Wartezeit entschieden wir uns dann aber doch, den Aufenthalt zu beenden und nach Hause zu fahren.
Es wurde viel über das vergangene Event geschrieben. Einiges ist sicherlich nicht wie geplant gelaufen, manches hätte man besser organisieren können. Alles in allem war es dennoch eine großartige Idee, den Park zum 25. Geburtstag für ganze 25 Stunden geöffnet zu halten. Das heiße Wetter, das sicherlich für viele schwierig auszuhalten war, konnte auch das Team vom Toverland nicht ändern. Auch wenn wir die 25 Stunden nicht ganz durchgehalten haben: Wir hatten einen tollen Tag im Toverland, an den wir uns immer wieder gerne zurückerinnern werden.
Geschrieben von: Daniela Schmitz
Bilder: Daniela Schmitz