Freizeitparks im Test

Bei einem Besuch eines 25-Jährigen an Pfingsten in einem Erlebnisbad im baden-württembergischen Weinheim, prallte der junge Mann mit anderen Badegästen in der Rutsche „Twister“ zusammen. Durch die Kollision hatte dieser das Bewusstsein verloren und Wasser in die Lunge bekommen. Mitarbeiter zogen den leblosen Körper aus dem Wasser und leiteten sofort die Reanimation ein. Der Verletzte kam sofort in ein Krankenhaus, woraufhin dieser starb. Das Erlebnisbad „Miramar“ drückte nach Bekanntgabe des Todes ihr Mitgefühl aus, darin heißt es:

„Unser Mitgefühl gilt der Familie, den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen. Die Nachricht hat uns tief betroffen gemacht.“

Mit der Stellungnahme wies das Bad aber jegliche Verantwortung von sich:

„Nach derzeitigem Kenntnisstand liegen keine Hinweise darauf vor, dass die Geschwindigkeit der Rutsche ursächlich für das Unfallgeschehen war. Ebenso liegen bislang keine Hinweise auf einen technischen Defekt der Anlage vor.“ Auch gebe es „keine Hinweise auf ein Fehlverhalten des eingesetzten Personals“.

Twister ist eine 150 Meter lange Rutsche und wird laut Erlebnisbad als „schwer“ und „rasanter Rutschkick“ beschrieben, Personen ab zehn Jahren können diese Rutsche rutschen.

Update vom 6. August 2026:
Gegen drei Begleiter des Opfers ermittelt nun die Staatsanwaltschaft, laut dieser soll es in der Rutschenröhre zu einem Zusammenstoß gekommen sein.

Laut Staatsanwaltschaft schweigen die drei Begleiter des Opfers, gegen alle laufen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft.
Die Behörden gaben bekannt: „Beschuldigten steht es grundsätzlich frei, sich zu Vorwürfen zu äußern oder nicht, die Entscheidung ist nicht begründungsbedürftig.“ Aktuell sitzen alle drei Männer nicht in Untersuchungshaft, laut Staatsanwaltschaft liegt kein Haftgrund bzw. Fluchtgefahr vor. Der Obduktionsbericht steht zum jetzigen Zeitpunkt noch aus, dies könnte wohl noch einige Monate dauern. Ob es für einen Gerichtsprozess langt, ist noch nicht absehbar.

Laut Sprecher des Miramar, wollen die Betreiber des Bades nun mit Blick auf die Zukunft für mehr Sicherheit sorgen. Geprüft würde ein Extra-Drehkreuz bzw. zusätzliche optische Hinweise auf dem Boden vor der Rutsche. Ebenso sollen die Mitarbeiter wohl mehr in die Kommunikation gehen, bei Problemrutschern und schneller ein Hausverbot ausgesprochen werden kann, wenn man sich nicht an die Regeln hält. Das alles sind aber laut dem Sprecher noch Überlegungen, er sagte noch:

„Die Sicherheit unserer Gäste hat für uns oberste Priorität. Gleichzeitig müssen wir berücksichtigen, dass Menschen sich gelegentlich selbst in Gefahr bringen. Solche Risiken lassen sich mit großem Aufwand reduzieren, aber nie vollständig ausschließen.“

Bildquelle: TurboSlides