Freizeitparks im Test

Die Münchner Wiesn ist das größtes Volksfest der Welt, jährlich strömen Millionen Besucher nach München. Der Mix aus Tradition, bayerischer Lebensart, Fahrgeschäften und der internationalen Partystimmung ist weltweit einmalig.

Wie jedes Jahr kommt dann das altbekannte Thema wieder mit dem Wiesn-Bierpreis, so auch 2026. In diesem Jahr kamen schon Gerüchte auf, das das Bier die 16 € Marke erreichen wird. Es gibt zwar die Entwarnung, das dies unter 16 € bleibt, allerdings bleibt nur noch 10 Cent, ehe dies erreicht wird. Das Festbier kostet in dem Jahr auf den Wiesn zwischen 14,80 € (Augustiner-Festhalle) und 15,90 € (Armbrustschützen-Festzelt, die Bräurosl und Löwenbräu-Festzelt), somit steigen die Preise zum Vorjahr auf 2,38 %. Der Bierpreis lag 2025 noch bei 14,50 € bis 15,80 €, somit kosten 3 Maß schon fast 50 €. Aber selbst Besucher die keine Maß Bier trinken wollen, müssen für Softgetränke und Wasser mehr bezahlen. Für einen Liter Wasser zahlt man im Durchschnitt 11,13 €, letztes Jahr lag dies bei 10,95 €. Für einen Liter Spezi zahlt man durchschnittlich 12,84 €, statt 12,48 € zum Vorjahr und die Limonade liegt bei 12,47 € statt 12,11 €. Wenn man aber auf das Festzelt verzichten kann, so gibt es kostenlose Trinkwasserbrunnen, letztes Jahr gab es gleich zehn von den Trinkwasserpendern.

„Moderat und im Rahmen der Inflation“

Die Vereinigung der Wirte nannten die Preiserhöhung „moderat und im Rahmen der Inflation“. Der Ukraine/Iran-Krieg, die damalige Corona-Krise und die damit gestiegenen Transportkosten sind Realität und auch betonen die Wirte, das nicht alle Kosten auf die Besucher abgewälzt werden. Ebenso kostet der Auf und Abbau der Wiesn mehr und auch das Sicherheitskonzept mit den zahlreichen Securitykräften und dem weiteren Personal.

Viele Kostensteigerungen außerhalb des Bieres

Ein Wiesntag besteht allerdings nicht nur aus Getränken, sondern auch aus Essen, Hotels und den Weg dahin.
Gute Nachrichten gibt es beim Essen, der Preis dafür bleibt zum Vorjahr gleich. Anders sieht es bei den zahlreichen Hotels in München aus. Die Hotelpreise in München steigen während des Oktoberfests im Durchschnitt um 130 % bis 158 %. Je nach Lage, Hotelkategorie und Auslastung schießen die Zimmerraten jedoch oft durch die Decke und können sich um das Fünf- bis Zehnfache verteuern. In direkter Nähe zur Theresienwiese oder an den mittleren Wiesn-Wochenenden können einfache Raten von regulär 80 € auf über 500 € bis 600 € pro Nacht steigen. In absoluten Luxushotels oder bei sehr kurzfristiger Buchung sind Preissprünge von bis zu 900 % keine Seltenheit. Auch die Preise für die öffentlichen Verkehrsmittel haben sich verteuert, allerdings nicht wegen der Wiesn, sondern der üblich gestiegenen jährlichen Preise. Die Fahrpreise im Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) wurden zum 1. Januar 2026 um durchschnittlich 3,9 Prozent erhöht, eine Einzelfahrtkarte kostet nun 4,20 €.

Vorsicht Alkohol

Auch in diesem Jahr warnen verschiedene Organisationen davor, zu viel zu trinken und bei den evtl. hohen Temperaturen auf seinen Körper zu achten. Ein Wiesn-Bier enthält 4,8 – 6 % Alkoholgehalt und somit so viel Alkohol wie acht Schnäpse, ebenso entsprechen fünf Wiesn-Bier einer Flasche Schnaps. Ebenso merkt man erst spät, das man zu viel getrunken hat, was zu evtl. negativen Folgen führen kann, zum Beispiel wenn man evtl. in der Wiesn-Sanitätsstation landet. Rund 190 alkoholgeschädigte Gäste mussten 2024 über die Nacht auf der Wiesn-Sanitätsstation verbleiben.
Exakte Zahlen, wie viele davon rein stationär wegen Alkoholmissbrauchs (als sogenannte „Alkoholleichen“) eingeliefert wurden, werden nicht separat ausgewiesen. Allerdings machten Patienten mit Alkoholintoxikation erfahrungsgemäß rund 40 Prozent aller Behandlungen aus. Das entspricht etwa 2.860 Personen von 7.158 Gesamtpatienten, davon wurden lediglich 1,6 % (ca. 115 Personen) in ein Münchner Krankenhaus verlegt.

Kriminalität auf dem Münchner Oktoberfest

Auch in diesem Jahr heißt es wieder: „Gelegenheit macht Diebe – Augen auf und Tasche zu!“. Auch wenn das Oktoberfest sich gemessen an Millionen von Besuchern auf einem niedrigen Niveau einpendelt, was Kriminalität angeht, so verzeichnete die Polizei trotz allem im Jahr 2025, 784 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten, was zu 2024 eine Zunahme von 78 Fällen darstellt. Die häufigsten Straftaten sind Diebstahl und das von einem einfachen Diebstahl, Taschendiebstahl bis hin zu einem Maßkrugklau. Aber auch Körperverletzung (236 Fälle) und Sexualdelikte (72 Fälle) bleiben ein Thema. Um Diebstählen entgegenzuwirken, setzt die Polizei regelmäßig auf zivile Ermittler, die gezielt nach Banden oder Taschendieben suchen. Zudem schreiten die Sicherheitskräfte bei Verstößen konsequent ein. Für Frauen und Mädchen gibt es den Safe Space, bei der Frauen/Mädchen in Notlagen, Übergriffen etc., psychologische Betreuung/Unterstützung und einen sicheren Rückzugsort bekommen.

„O’zapft is!

In der heutigen Zeit steigt fast überall der Preis und besondere Events wie diese, sind da natürlich keine Ausnahme und kosten im Durchschnitt auch einiges mehr. Somit ist es auch nicht verwunderlich, das es viele Menschen gibt, die sich das gar nicht mehr leisten können oder die Wiesn erst gar nicht besuchen, weil der Trubel wohl einfach zu groß ist. Die Münchner aber, die jedes Jahr dahin gehen, sparen für dieses Event meistens ein Jahr lang um eine tolle Zeit dort zu haben. Der Besucherandrang ist ungebrochen und nimmt wohl auch bei 20 € pro Maß kein Ende. Die Wiesn sind weltweit bekannt und viele Besucher kommen extra aus weit entfernen Ecken der Erde um sich dieses Atmosphäre anzuschauen. Dabei stammen die Internationalen Besucher überwiegend aus den USA, Italien und Großbritannien, aber auch aus Australien und Brasilien sind regelmäßig auf dem Festgelände vertreten. Das Oktoberfest beginnt am 19. September mit dem traditionellen Anstich im Schottenhamel-Zelt und geht bis zum 4. Oktober, es werden sechs Millionen Besucher erwartet. Somit bleibt also nur noch zu sagen „O’zapft is!

Bildquelle: Stadt München