Freizeitparks im Test

Auch im Thüler Tier- und Freizeitpark herrschen jetzt zeitweise tropische
Temperaturen. Deshalb werden die Tiere in diesen Tagen von den Tierpflegerinnen
und Tierpflegern besonders sorgfältig beobachtet und verwöhnt. Bei Hitze hilft –wie bei
den Menschen- besonders viel trinken –oder eine kalte Dusche. Einen großen Bedarf
nach Abkühlung haben unter den vielen Tieren auch die Schneeeulen mit ihrem
Nachwuchs, die aus der arktischen Tundra stammen. Da reicht eine normale
Wasserspritze für eine kleine Dusche, die sie geduldig genießen. Für die Alpakas, die
aus den südamerikanischen Anden stammen, ist das nicht genug. Für die Herde wird
dann extra ein Wasserschlauch angeschlossen.

„Den meisten Tieren machen die hohen Temperaturen nicht viel aus“, erläutert Park-
Chefin Alexandra Grothaus, „aber begeistert sind sie auch nicht“. Grundsätzlich liebten
Tiere den Sommer wie die Menschen auch, sie gingen nur vernünftiger als die
Menschen damit um, eben gemächlicher. Sie folgen ihrem eigenen Rhythmus, suhlen
sich wie die Kune-Kune-Schweine in kühlen Schlamm, bewegen sich sonst nicht viel
und legen sich einfach nur in den Schatten. Grothaus: „In den heißen Mittagsstunden
halten sie gerne eine mehrstündige Siesta und werden dann am Abend und in den
Dämmerungsstunden wieder aktiver“. Die Tierpfleger haben eine erfrischende
Überraschung heute auch noch für die Zwergotter bereit. Für sie kredenzen sie heute
Eisbombe mit Fleisch und Weintrauben. Und Eis gibt es an heißen Tagen auch für die
Kattas. Mit dem Eistrick, so der zoologische Leiter Markus Miller, soll die
ausgeschwitzte Flüssigkeit ausgeglichen werden: „Außerdem haben sie eine schöne
Beschäftigung“. Der Wasserverbrauch steigt in diesen heißen Tagen überall im Zoo
rapide an, denn alle Tiere müssen häufiger am Tag mit frischem und kühlem Wasser
versorgt sein. Auch damit die Otter in regelmäßig sauerstoffreichem Wasser tauchen
können. „Alle Kamelarten bekommen bereits ihr Winterfell, da müssen wir sie dann
mehrmals am Tag mit dem Wasserschlauch abspritzen“, erklärt Grothaus. „Eis essen
mit Alpakas ist nicht so prickelnd“, schmunzelt sie, da hilft nur der Schlauch. Auch
wenn’s gemütlich wäre.

Bildquelle: Tier- und Freizeitpark Thüle