Freizeitparks im Test

Binnenschifffahrt mit Perspektive.
Die Shipping Technics Logistics 2026 zeigt Potenziale, Innovationen und neue
Chancen für die Branche
Wie die Binnenschifffahrt ihre aktuellen Herausforderungen bewältigen kann, steht in Kürze in Kalkar
im Mittelpunkt: Die Shipping Technics Logistics (STL) ist Deutschlands einzige Fachmesse für die
Binnenschifffahrt und bringt Fachleute aus Reedereien, Häfen, Werften, Hafenlogistik und maritimer
Zulieferindustrie am Niederrhein zusammen. Als grenzüberschreitende Plattform verbindet sie
Unternehmen aus ganz Europa. Am Dienstag, dem 22. September 2026 (von 11.00 bis 19.00 Uhr) und
Mittwoch, dem 23. September 2026 (von 11.00 bis 17.00 Uhr) zeigen mehr als 200 Aussteller Technik,
Konzepte und Lösungen für die drängenden Fragen der Branche: Wie lassen sich Transporte auch bei
Niedrigwasser zuverlässig durchführen? Wie kann die Binnenschifffahrt ihre CO₂-Emissionen weiter
reduzieren, dem Fachkräftemangel begegnen und notwendige Modernisierungen finanzieren?

Lösungen für eine zukunftsfähige Binnenschifffahrt
Der Güterverkehr auf dem Rhein und den europäischen Wasserstraßen bleibt ein wichtiges Glied der
Logistikkette. Gemessen an der transportierten Tonnage (ein einzelnes Binnenschiff kann so viel
Ladung befördern wie rund 120 Lkw) bleibt die Binnenschifffahrt dabei sogar die
umweltfreundlichste Transportart. Doch gerade die zunehmenden Niedrigwasserstände auf dem
Rhein und anderen wichtigen Wasserstraßen setzen diesen Vorteil unter Druck. Transporte werden
schwieriger planbar, die mögliche Ladungsmenge sinkt. Dass die Branche darauf mit technischen
Lösungen reagiert, zeigt das Binnentankschiff „Stolt Ludwigshafen“: Das Niedrigwasserschiff wurde
von BASF gemeinsam mit dem Duisburger Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und
Transportsysteme (DST) und weiteren Partnern entwickelt und von Stolt Tankers gebaut und in Betrieb
genommen. Dank leichter Bauweise und optimierter Rumpfform ist es auch bei extremem
Niedrigwasser noch beladbar und seit 2023 auf dem Rhein im Einsatz.
Solche Lösungen stehen beispielhaft für die Themen, die in Kalkar im Mittelpunkt stehen. Denn eine
höhere Frequenz der Binnenschifffahrt lässt sich nur mit einer gleichzeitigen Reduzierung der CO₂-
Emissionen sinnvoll ausbauen. Viele Binnenschiffe sind inzwischen mit Stage-V-Motoren ausgestattet.
Gleichzeitig geht es um alternative Antriebe, Digitalisierung, Infrastruktur und die Modernisierung
der Flotte.

Innovation, Förderung und Nachwuchs
Fördermöglichkeiten können direkt auf der STL geklärt werden. Am Stand des Bundesministeriums für
Digitales und Verkehr erhalten Besucher Informationen zu Modernisierungsmaßnahmen und können
sich zu Förderprogrammen beraten lassen. Führende Verbände der Binnenschifffahrt sowie
Akademien für Aus- und Weiterbildung stehen ebenfalls für Gespräche zur Verfügung.
Um die Zukunft der Branche geht es auch beim Nachwuchs. In Halle A findet parallel der Mechatronica-
Wettbewerb statt, initiiert von der Ler(n)ende Euregio und niederländischen ROC. Deutsche und niederländische Schülerinnen und Schüler setzen sich dabei mit der Binnenschifffahrt auseinander und
können erste praktische Erfahrungen sammeln. Die STL will damit nicht nur Technik und Lösungen
präsentieren, sondern auch zeigen, welche Perspektiven die Branche den „Fachkräften von Morgen“
bietet. Die Schüler können übrigens vor Ort für Projekte abgeworben werden.

Das Vortragsprogramm im „Dome“ greift an beiden Tagen aktuelle Entwicklungen auf – von neuer
Technik über Aus- und Weiterbildung bis hin zu Umwelt- und Sicherheitsthemen. Eine Führung über
die Messe mit Ragnar Schwefel, Leiter des Verbandes für Schiffbau und Meerestechnik (VSM),
ergänzt das Angebot. Neben den Vorträgen gehört die Verleihung des Innovationspreises
Binnenschifffahrt zum Programm: Allianz Esa, die SUT Schifffahrt und Technik sowie die Zeitschrift
Binnenschifffahrt zeichnen damit gemeinsam technische Neuerungen der Branche aus.
Zur Eröffnung, die traditionell mit dem Läuten der Schiffsglocke beginnt, sprechen in diesem Jahr
erneut Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft:

Frank Wittig – Vorsitzender der Schifferbörse zu Duisburg-Ruhrort e.V. (die Institution feiert
2026 ihr 125-jähriges Bestehen)
Der persönliche Austausch kommt am Abend des ersten Tages hinzu: „Dock & Rock“ lädt zu einem
informellen Beisammensein ein. So klingt der erste Messetag bei Gesprächen und Networking in
entspannter Atmosphäre aus.

Der persönliche Austausch kommt am Abend des ersten Tages hinzu: „Dock & Rock“ lädt zu einem
informellen Beisammensein ein. So klingt der erste Messetag bei Gesprächen und Networking in
entspannter Atmosphäre aus.
Einige Eindrücke der STL 2025 sind auf der Webseite zu finden.

Bildquelle: Wunderland Kalkar