Freizeitparks im Test

Das FORT FUN Abenteuerland verwandelt sich auch 2026 wieder in das FORT FEAR Horrorland. Am 17., 23., 24. und 31. Oktober bietet das preisgekrönte Halloween-Event im Sauerland Grusel-Fans ein abwechslungsreiches Programm mit gleich fünf Mazes, Horror-Entertainment und Fahrgeschäften im Dunkeln. Wir waren vor Ort und geben einen Einblick in das Halloween-Erlebnis.

2026 entführt das FORT FEAR Horrorland Gäste mit der neuen Story „Und wenn sie nicht gestorben sind …“ in eine düstere Märchenwelt. Nachdem die Grenze zwischen Traumwelt und Realität durch die Experimente der „Society of Manifested Nightmares“ (kurz „S.O.M.N.“) endgültig durchbrochen wurde, hat der Rattenfänger von Hameln die entstandene Pforte genutzt, um aus der Albtraumwelt zu entkommen. Mit seiner unheilvollen Melodie lockt er weitere Märchenfiguren in die Realität, die sich allerdings in entstellte und gefährliche Kreaturen verwandelt haben. So treiben etwa Schneewittchen, Rotkäppchen und Rumpelstilzchen ihr Unwesen, während die „S.O.M.N.“ unter dem Einfluss des rätselhaften Traumherrschers „ONROI“ versucht, die Situation unter Kontrolle zu bringen.

Diese Geschichte können die Gäste in insgesamt fünf Mazes hautnah erleben. So kehrt mit „The Forest“ eine beliebte Outdoor-Maze zurück, die tief in einen düsteren Wald führt, in dem verstoßene und verstörte Märchenwesen Zuflucht gefunden haben. Zwischen Bäumen, Nebel und Dunkelheit begegnen die Besucher verschiedenen albtraumhaften Gestalten. Dabei wird zwischen einer weniger intensiven Variante bis 18 Uhr (empfohlen ab 12 Jahren) und einer gruseligeren Variante ab 18 Uhr (empfohlen ab 16 Jahren) unterschieden. Uns hat „The Forest“ insbesondere aufgrund der einzigartigen Atmosphäre, die durch die Einbettung in einen echten Wald entsteht, sehr gut gefallen. Auch wenn der Gruselfaktor insgesamt eher gering ausfällt, zählt die Rückkehr von „The Forest“ für uns zu den Highlights des diesjährigen FORT FEAR Horrorland.

Eine weitere Neuerung ist die Maze „Frau Hølle – Revenge of Winter“ (empfohlen ab 16 Jahren) im Wartebereich der Achterbahn „Devil’s Mine“. Hier hat die aus dem gleichnamigen Märchen bekannte Frau Holle ein frostiges Reich errichtet, das als Zufluchtsort und Kommandozentrale für ihre düsteren Pläne gegen die „S.O.M.N.“ dient. Die Idee, das bekannte Märchen auf diese Weise in eine Horror-Maze zu verwandeln, hat uns gut gefallen. Während der erste Teil der Maze gestalterisch allerdings etwas schwach ausfällt, überzeugt insbesondere der zweite Teil im Keller mit einer gelungenen Gestaltung und guten Schreckmomenten. Etwas unausgereift wirkt hingegen die Geschichte innerhalb der Maze: So sollen die Besucher Frau Hølle zwar bei der Umsetzung ihrer Pläne helfen – wobei genau, bleibt allerdings unklar. Insgesamt ist die neue Maze dennoch gelungen.

In der bereits bekannten Maze „Physia“ (empfohlen ab 14 Jahren) tauchen Gäste hingegen in eine experimentelle Therapieanlage ein, in der mit dubiosen, chemischen Mitteln erforscht wird, ob und wie sich Albträume mit Medikamenten beeinflussen lassen. Wer durch die Therapieanlage schreitet, wird selbst Teil der Experimente und erlebt eine psychedelische Reise durch unkonventionell und desorientierend gestaltete Laborräume und Labyrinthe. Auch in diesem Jahr konnte uns „Physia“ mit ihrem kreativen Konzept und einer sehr guten Bespielung überzeugen. Insbesondere die zahlreichen gelungenen Schreckmomente machen die Maze zu einer der gruseligsten Attraktionen des diesjährigen Events. Allerdings ist das Konzept inzwischen hinlänglich bekannt, sodass gerade bei Wiederholungsbesuchern der Überraschungseffekt etwas nachlässt.

Die ebenfalls schon bekannte Maze „Hollow Oaks Clinic“ (empfohlen ab 14 Jahren) führt die Besucher in eine Klinik, in der Härtefälle behandelt werden, die Therapieschäden aus den Laboren der „S.O.M.N.“ davongetragen haben. Auf verschiedenen authentisch gestalteten Stationen trifft man auf Ärzte, Therapeuten und Patienten, die mit den Gästen interagieren. Dabei erinnert die Maze allerdings eher an ein Stationentheater als an eine klassische Horror-Attraktion: In den einzelnen Räumen führen die Darsteller jeweils kurze Szenen auf, bevor die Besucher zur nächsten Station gelangen. Das ist durchaus unterhaltsam und atmosphärisch stimmig, allerdings kommt der Gruselfaktor dabei zu kurz. Gerade angesichts der zahlreichen Möglichkeiten, die das Setting einer Horror-Klinik für Schreckmomente bietet, hätten wir uns hier etwas mehr Horror gewünscht.

Mit „Ego:Morph“ (empfohlen ab 16 Jahren) kehrt zudem die erst im vergangenen Jahr eröffnete interaktive Maze zurück, die uns bereits 2025 besonders gut gefallen hat. In einem verlassenen Schlaflabor der „S.O.M.N.“ verschwimmen die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit. Die Gäste werden in Zweiergruppen durch ein Labyrinth aus unterschiedlich gestalteten Räumen geführt, in denen sie mit verschiedenen Albtraumwesen interagieren, Aufgaben lösen und Entscheidungen treffen müssen. Je nach Entscheidung gelangt man auf unterschiedliche Wege, sodass jeder Durchgang anders verlaufen kann. Unterstützt wird das Erlebnis durch aufwendige auditive Elemente mittels Kopfhörer. Auch in diesem Jahr zählt „Ego:Morph“ für uns zu den absoluten Highlights des FORT FEAR Horrorland. Tatsächlich führte uns unser diesjähriger Besuch durch andere Räume als im vergangenen Jahr, was die Vielseitigkeit des Konzepts unterstreicht. Zwar darf man hier kaum klassische Schreckmomente erwarten, dafür bietet die Maze ein außergewöhnliches interaktives Live-Schauspiel, das mit seiner Kreativität überzeugt.

Neben den fünf Mazes erwartet die Besucher 2026 auch neues Horror-Entertainment. Im Saloon wird unter dem Titel „Thirteen Nightmares – Die Essenz des Schreckens“ ab 17 Uhr alle 20 Minuten ein neuer Albtraum zum Leben erweckt. Dabei präsentiert Dr. Agony eine Mischung aus Artistik, Horror-Zauberei, Lasereffekten und Ekel-Magie. Die einzelnen Darbietungen sind mit einer Dauer von etwa fünf bis acht Minuten allerdings recht kurz. Auch die Westernstadt wird wieder zur Bühne für zahlreiche düstere Gestalten, die mit den Besuchern interagieren und für die FORT-FEAR-typische Halloween-Atmosphäre sorgen. Besonders gelungen ist dabei der Monstermarsch zu Beginn des Events. Etwas schade fanden wir hingegen, dass sich die Westernstadt im weiteren Verlauf des Abends relativ früh leert, wodurch die ansonsten stimmungsvolle Atmosphäre zunehmend verloren geht. Hier wären auch die Gäste gefragt, die Westernstadt stärker als eigenständige Scarezone wahrzunehmen und sich auf die Interaktionen mit den Darstellern einzulassen. Nicht zuletzt haben einige Fahrgeschäfte, darunter die Sommerrodelbahn „Trapper SLIDER“ und die Überschlagsattraktion „Thunderbirds“, an den Event-Tagen auch am Abend geöffnet, was zu besonderen Nachtfahrten einlädt.

Zusammengefasst hat uns das FORT FEAR Horrorland 2026 wieder sehr gut gefallen und wir können das Halloween-Event im Sauerland klar weiterempfehlen. Besonders erfreulich ist, dass das Angebot in diesem Jahr von vier auf fünf Mazes erweitert wurde. Das Comeback von „The Forest“ stellt dabei neben dem weiterhin außergewöhnlichen „Ego:Morph“ eines unserer persönlichen Highlights dar. Etwas mehr klassische Schreckmomente hätten wir uns allerdings insbesondere in der „Hollow Oaks Clinic“ gewünscht. Verbesserungspotenzial sehen wir zudem bei der abendlichen Atmosphäre in der Westernstadt, die durch die frühzeitig abnehmende Besucherzahl etwas leidet. Dennoch überzeugt das FORT FEAR Horrorland auch 2026 mit abwechslungsreichen Horror-Attraktionen, kreativen Konzepten und einer besonderen Halloween-Atmosphäre.


Weitere Infos zum FORT FEAR Horrorland und Ticket-Angebote findet ihr unter fortfun.de. Am 30. Oktober findet zudem das „Hallow Eve SPECIAL“ statt, bei dem das Kontingent auf 1.000 erwachsene Gäste beschränkt ist und sämtliche Horror-Attraktionen im Ticketpreis enthalten sind.