Das Etnaland, der größte Vergnügungspark Süditaliens, wurde per Gerichtsbeschluss wegen des Verdachts auf kriminelle Handlungen geschlossen. Die Behörden ermitteln wegen schwerwiegender Umweltverstöße. Aus diesem Grund bleibt der in der Nähe der Stadt Catania gelegene Vergnügungs- und Wasserpark bis auf Weiteres geschlossen.
Grund ist eine strafrechtliche Untersuchung der Staatsanwaltschaft, die zusammen mit der Küstenwache durchgeführt wird. Nach Angaben der Justizbehörde wurden Abfälle aus dem Park auf einem angrenzenden Grundstück verbrannt und anschließend vergraben. Die Ermittlungen begannen im Jahr 2022, nachdem bei einem Überwachungsflug große Mengen an Abfall in der Nähe des Komplexes entdeckt worden waren.
Die Beamten beschlagnahmten etwa 1.000 Kubikmeter Abfall. Außerdem wurden Ausrüstungen und Fahrzeuge sichergestellt, die angeblich für die Verarbeitung der Abfälle verwendet wurden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft genehmigte der Richter die präventive Schließung des gesamten Parks, um weitere Unregelmäßigkeiten zu verhindern und zusätzliche Untersuchungen zu ermöglichen.
Der Eigentümer des Parks, Francesco Andrea Russello, ist ein Verdächtiger in den Ermittlungen. Der Verdacht lautet auf unsachgemäße Abfallentsorgung, illegale Abfallverbrennung, organisierten Handel mit illegalen Abfällen und Umweltverschmutzung. Den Ermittlungen zufolge verfügte der Park nicht über angemessene Aufbereitungsanlagen, und die von der Gemeinde Belpasso erteilte Einleitungsgenehmigung war 2019 abgelaufen.
Die neue Saison von Etnaland sollte eigentlich am Samstag, den 4. April, beginnen. Ob der Saisonstart nun gefährdet ist, ist noch unklar. Der Park hat sich dazu noch nicht geäußert.
Bildquelle: Etnaland